Legal oder illegal – Blitzwarngeräte in der EU
Wer kennt das nicht, die Reisezeit beginnt, die Vorfreude auf den bevorstehenden Urlaub wird immer größer. Leider wird die Vorfreude auf den wohlverdienten Urlaub schon bei der Anreise mit dem Auto durch den allgegenwärtigen Blitz der Radarfallen getrübt. Radarfallen findet man überall und zu fast jeder Zeit in Deutschland. Egal ob Sie in den Urlaub fahren, zur Arbeit oder schnell nur noch Milch kaufen wollen.
So funktioniert das Prinzip
Hier kommen dann Radar-Warngeräte bei uns Autofahrern zum Einsatz, die schnell und effektiv vor möglichen Radarfallen warnen sollen. Erscheint die Warnung, gehen wir schnell vom Gaspedal und halten uns wieder einmal exakt an die vorgeschriebene Höchstgeschwindigkeit. Radarwarner gibt es in unterschiedlichsten Geräten und Ausführungen. So sind Radarwarner in Navigationsgeräten mittlerweile Standard. Navis mit Blitzwarner werden heute schon so oft verkauft wie Handys.
Doch Vorsicht! Die Benutzung von Radar-Warngeräten ist in Deutschland untersagt und die Bestrafung hierfür belastet unseren Geldbeutel empfindlich. 75 Euro Ordnungsstrafe (teilweise sogar bis 425 Euro) und zusätzlich 4 Punkte in Flensburg (neben einem möglichen Fahrverbot) sind eine saftige Bestrafung für den Einsatz eines Navis mit Blitzwarner. Für viele von uns ist dieses nicht mehr nachzuvollziehen.
Radarwarner sind fast in der gesamten EU verboten
Umso glücklicher können sich einige wenige unserer europäischen Nachbarn schätzen, die unsere Sorgen absolut nicht teilen und weiterhin unbekümmert die Vorteile eines Blitzwarners in Anspruch nehmen dürfen. Während zum Beispiel in der Schweiz (auch in Tschechien und Norwegen) ein solches Gerät untersagt ist und bei einer Polizeikontrolle sogar sichergestellt werden kann, ist in den meisten Ländern Europas jedoch der Besitz eines Navigationsgerätes nicht verboten. Das Gerät darf jedoch nicht benutzt werden.
Die EU drängt alle Mitgliedsländer, die Regeln künftig zu harmonisieren. Dazu gehört auch, dass bereits das Mitführen von Radarwarnern unter Strafe stehen soll.
Im Internet findet man diverse Listen von Ländern, in denen die Blitzwarner (also deren Benutzung) erlaubt ist. Mittlerweile haben sich aber zahlreiche Änderungen ergeben. So ist nun auch die Nutzung in Spanien und Frankreich untersagt. In Albanien können Sie Ihr Gerät nach wie vor hemmungslos nutzen. In Belgien oder Luxemburg drohen sogar Haftstrafen! Die ehemals legale Nutzung in Österreich ist ebenfalls seit kurzem verboten. Änderungen ergeben sich derweil sehr kurzfristig.
Nur wenige Ausnahmen
In den folgenden Ländern ist die Benutzung zwischenzeitlich auch verboten:
Dänemark, Finnland, Frankreich, Lettland, Litauen, Niederlande, Norwegen, Österreich, Polen, Schweden, Serbien, Slowakei, Slowenien, Spanien, Tschechien und Ungarn.
Nur noch in den Ausnahmeländern wie Bulgarien und Rumänien ist die Benutzung gestattet. Doch auch hier zeichnet sich bereits ein Wandel ab, der nur noch eine Frage der Zeit ist. Ob die Mitführung erlaubt ist oder nicht, wechselt ebenfalls ständig. Grundsätzlich kann man davon ausgehen, dass auch die Mitführung auf lange Sicht verboten werden soll, eine Vielzahl von Ländern hat diese Regelung ja bereits schon übernommen.
Als Fazit verbleibt nur der Tipp:
Löschen Sie auf Ihrem Navi den Radarwarner oder kaufen Sie ein Gerät ohne diesen Zusatz. Ansonsten riskieren Sie in Zukunft hohe und empfindliche Strafen. Oder möchten Sie ihren Urlaub im Gefängnis verbringen?
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