GPS-Spiele – moderne Schnitzeljagd für Erwachsene

Gepostet von ontheroad am September 2, 2011 in Games, slider | Keine Kommentare

GPS-Spiele erobern seit ihrer Entwicklung vor etwa zehn Jahren mehr und mehr den Games- und Entertainment-Markt. Alle Experten, die anhaltend davor warnen, dass stundenlanger Computer- oder Fernsehkonsum die Menschheit verdumme, weil sich alles in der virtuellen Welt abspiele und niemand mehr einen Spaziergang an der frischen Luft unternehme, können nun aufatmen. GPS- Spiele sind gerade nicht für überzeugte Stubenhocker geeignet – wer mitspielen will, muss sich bewegen und das nicht nur virtuell.

Was sind GPS-Spiele und wie haben sie sich entwickelt?

Es gibt mehrere Varianten der GPS-Spiele. Sie alle haben aber eines gemeinsam: Sie nutzen die moderne GPS-Technologie, kurz für “Global Positioning System”. Das GPS ist ein Satellitennavigationssystem, welches dazu genutzt werden kann Positionen zu bestimmen und Zeit zu messen. Die Amerikaner entwickelten diese Technologie gegen Ende der 80er Jahre und lösten damit das alte Satellitennavigationssystem Transit der US-Marine ab. Das neue GPS-System funktionierte seit etwa 1990 fehlerfrei und konnte ab dem Jahr 2000 auch für zivile Zwecke genutzt werden. Mit dieser neuartigen Technologie lassen sich Ziele mit einer sehr großen Genauigkeit orten. Die GPS- Funktionen werden heute im Sport, in der See- und Luftfahrt und in der Verbrechensbekämpfung eingesetzt. Das wohl bekannteste Einsatzgebiet ist aber ist das Navigationsgerät im Auto.

Mit dem Handy auf der Suche

Seitdem in den letzten Jahren immer mehr Mobiltelefone entwickelt wurden, die GPS-Signale empfangen können, starteten auch die GPS-Spiele ihren Siegeszug. Viele dieser Spiele funktionieren wie eine moderne Schnitzeljagd. Man nennt sie “Geocaching” und es gibt sie mittlerweile seit fast 12 Jahren. Überall auf der Welt werden Gegenstände in witterungsbeständigen Behältern versteckt. Die Koordinaten dieser Gegenstände werden im Internet veröffentlicht, so dass das Versteck per GPS-Navigation gefunden werden kann. Der Finder dokumentiert seinen Fund mit einem Foto und trägt sich in das Logbuch ein, das sich neben dem versteckten Gegenstand befindet. Anschließend wird der Behälter wieder an Ort und Stelle verstaut, um dem nächsten Spieler die Möglichkeit zu geben ihn zu finden.
Die Spielidee an sich ist nicht neu. Das sogenannte “Letterboxing” wurde bereits in der Mitte des 19. Jahrhunderts in England gespielt, allerdings waren die Spieler mit Umgebungskarten und einem Kompass ausgestattet.

Das moderne Scotland Yard

Weitere Spielvarianten gehören der Kategorie “Mobilie Action Games” an. Diese funktionieren ähnlich wie das beliebte Brettspiel “Scotland Yard”. Ein Spieler bekommt einen Vorsprung und bewegt sich innerhalb eines vorher festgelegten Radius. Seine Verfolger müssen versuchen, ihn einzuholen. Sowohl die Jäger als auch der Flüchtende können auf ihrem Handydisplay die Position des jeweils anderen sehen- die Verfolger allerdings nur in einem bestimmten zeitlichen Abstand. In einigen Varianten dieses Spiels können die Spieler Karten zur Hilfe nehmen können, in anderen wird darauf verzichtet. Die Spieldauer ist meist frei wählbar, es sei denn natürlich die Verfolger finden ihren “Mr X” schnell.

Was macht den besonderen Reiz der GPS-Spiele aus?

Die Verkaufszahlen sprechen für sich: Spiele, die sich auf GPS-Technik stützen werden immer beliebter. Dies mag auch daran liegen, dass die Technologien besonders im Mobilfunkbereich sich rasant weiterentwickeln. Da scheint es nur logisch, dass die “Handy-Generation” als neue Zielgruppe für neue Spielformen entdeckt wurde. Die Kombination von Action, strategischem Denken und technischen Möglichkeiten wird zukunftsweisend für den Spielemarkt sein.

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